Vor hundert Jahren - Ein Rückblick
| Vor mehr als hundert Jahren wurde am Fuße des "Umseihers Baj", so hiess der Kiekeberg damals, das Gasthaus "Peters Höh`zum Kiekeberg" erbaut. Dort entstand unter der Leitung von Heinrich Peters ein schönes Haus, mit Aussichtsturm, großer und kleiner Gaststube, Tanzsaal und kleiner Bühne. Damals, so wie heute, zog dieses besondere Ambiente, Gäste aus dem gesamten Umkreis an. |
|
|
| Im Jahre 1895 florierte das Geschäft bereits so stark, dass Wilhelm Schuster, der Halbbruder von Heinrich Peters, mit in den Betrieb einstieg. Seine Höflichkeit und Selbstständigkeit zeichnete sich aus und er übernahm fast unmerklich den Betrieb. Durch die Unterstützung seiner Frau "Oma Schuster", die als Waisin auf einem Gemüsebauernhof in Ochsenwerder das arbeiten gewohnt war, erhielt der Kiekeberg ein zweites Stockwerk mit vielen Gästezimmern. Frau Schuster war bekannt durch Ihre vielen Ideen, wie z.B. "Butterkuchen satt im Garten". |
|
|
| Oder abends wenn die Pensionsgäste von Ihren Wanderungen ins Gästehaus zurückkehrten schenkte sie "Juchtebüddel" aus. Das war ein einfacher Korn, auf den sie eine Prise Zucker und Zimt streute. Wilhelm Schuster hingegen freundete sich mit dem Bismarckverein an und die östliche Kuppe des Berges wurde abgetragen. Es wurde dort der Bismarckturm erbaut, der über 33 Jahre das Wahrzeichen des Kiekeberges war. Fertiggestellt wurde dieser im Jahre 1912 und zerstört wurde dieser leider im Jahre 1945. Zu der Zeit wurde "Opa Schuster" Soldat und zog sich nach kurzer Frontzeit immer mehr aus dem Geschäft zurück, sodass seine Frau und sein Sohn Heinrich das Geschäft aufrecht erhielten. 1923 kam dann eine Schwiegertochter mit ins Haus, die über die Grenzen hinaus für ihre Torten, Kuchen und Plätzchen gelobt wurde. In dieser Zeit war das Haus stets ausgebucht. Viele Hamburger Familien, sowie Geschäftsleute wurden mit Pferdefuhrwerken aus Moorburg abgeholt. Nun kamen drei Enkelkinder hinzu, die für Leben sorgten. Von nun an lebten drei Generationen in einem Haus. Der Krieg kam nun auch am Kiekeberg und in Ehestorf an. Häuser wurden zerbomt, gute Freunde waren bereits gefallen und zusammen saß man oft im Luftschutzbunker. Die Zerstörung nahm ihren Lauf und das Gasthaus wurde in Brand geschossen. Nichts blieb übrig, aber alle überlebten. "Manches herrliche der Welt ist im Krieg und Streit zerronnen, wer beschützt und erhält, hat das schönste Los gewonnen". In diesem Sinne wurde gedacht und nach und nach alles wieder aufgebaut. Es ist uns vergönnt, die längste Zeit aller Schusters dieses schöne Land zu bewirtschaften. Unser Gasthaus soll jedem Freude machen, jeder soll hier ausruhen. Wir wissen am besten das Äußerlichkeiten gar nichts sind - Tüchtigkeit und Ehrlichkeit zählt. Freude am Feiern und an der ländlichen Tradition, das ist was wir Ihnen hier bieten möchten. Ihre Familie Schuster |
|